Schöner wohnen in der alten Wäscherei

An der Wupper nahe der Station Ohligsmühle tut sich so einiges. Nach und nach wird aus einem vernachlässigten Abschnitt so etwas wie die „Laurentiusallee“:

Elberfeld. Professionelles Waschen war schon vor mehr als 100 Jahren an der Gesundheitstraße oberhalb der Wupper in Elberfeld angesagt. Damals residierte dort die Wäscherei Ernst Cleff. Das ist Geschichte. Der Firmenname ist nur noch schemenhaft auf dem Schornstein zu erkennen.

Doch die Zukunft des einst vom Abriss bedrohten mehrgeschossigen Gebäudes zwischen Laurentiusschule und der Schwebebahnstation Ohligsmühle hat längst begonnen. Jörg Oedelshoff und sein Team von „Hauptsache Friseur“ haben an der Gesundheitstraße 110 seit knapp drei Jahren einen schicken Salon mit Blick auf den Stadtfluss und die Schwebebahn.

Und für die seit mehreren Wochen eingerüstete einstige Industriebrache gibt es große Pläne: Bis Ende 2015 soll das Gebäude samt Schornstein komplett renoviert sein. Für geschätzt eine Million Euro wollen zwei Wuppertaler Unternehmer in der Ex-Wäscherei Räume für Gewerbetreibende und Wohnungen samt Balkon für Familien bauen. Friseur Oedelshoff freut sich: „Wir fühlen uns sehr wohl. Super, wenn hier noch mehr Leben reinkommt.“

Wenn alles klappt, wäre an diesem Teil der Wupper ein schicker Lückenschluss geglückt: Bekanntlich ist die denkmalgeschützte Laurentiusschule für etwa elf Millionen Euro so gut wie saniert. Weiter in Richtung Döppersberg folgt die immer noch futuristisch anmutende Schwebebahnstation Ohligsmühle und das ebenso neue wie moderne Bürohochhaus mit Vapiano im Erdgeschoss – geschätzte Baukosten: an die 40 Millionen Euro. Es folgen IHK, der Sparkassenkomplex und das frisch verkaufte Köbo-Haus – letzteres soll ebenfalls saniert werden.

Klarer Fall: Entlang der von zum Teil hässlichen Brachen gesäumten Schwebebahnstrecke in Elberfeld tut sich was. In Anlehnung an die millionenschwere Sanierung der Laurentiusschule macht verwaltungsintern bereits der Begriff „Laurentiusallee“ die Runde – eine schöne Vorstellung.

Quelle: WZ vom 1. Mai 2014 

 

 

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